Wie bereits im vorherigen Beitrag zu St. Petersburg angedeutet bin ich nach der Rückkehr aus Russland mit der Familie noch weitere 6 Tage in Skandinavien kreuz und quer gereist. Nach einem Tag in Helsinki ging es von Turku aus mit der (dort vor 4 Jahren gebauten) M/S Viking Grace über Nacht durchs wunderschöne Finnische und Schwedische Archipelago nach Stockholm. Dort verbrachten wir dann 13 Stunden in dieser wunderbaren Stadt die wie so viele andere auch (zu Recht) als „Venedig des Nordens“ bekannt ist. Nach einer weiteren Nacht auf der Ostsee während der Fahrt mitten durch unendliche Insellandschaften und köstlichem Buffet auf dem Schiff liefen wir bei traumhaftem Wetter wieder in Turku ein.
In Turku sowie im angrenzenden Naantali verbrachten wir zwei Tage um meine Studienstadt zu präsentieren. Abschließend ging es wieder von Helsinki aus mit einer Nachtfahrt übers Meer nach Tallinn in Estland und somit ins vierte Land unseres sternförmigen Reiseplans in der nordosteuropäischen Ostsee. In der einwandfrei erhaltenen mittelalterlichen Altstadt verbrachten wir wieder einen ganzen Tag vor der Rückreise nach Helsinki, einer letzten Nacht im Hotel und dem anschließenden Ende unserer zwölftägigen Rundreise.
Das (aus über 600 Stahlröhren bestehende) Sibeliusmonument in Helsinki samt Namensgeber im Hintergrund
Im Sibeliuspark sind auch einige "Oachkatzl" anzutreffen
Passende Beflaggung vor Helsinkis Dom
Am Kauppatori scheint es in der Nacht gefroren zu haben
Blick von der Fähre auf die Uspenski-Kathedrale
Blick über Mini-Inseln, am Viking-Hafen vorbei nach Helsinki
Ich beim Genießen der Aussicht von der Festungsinsel Suomenlinna aufs Baltische Meer
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte
Sonnenuntergang aus Sicht der Fähre direkt vor Helsinki
In der Werft wird in Turku fleißig an TUI's Mein Schiff 6 gebaut
Naantalis Hafen lässt schon seine sommerliche Pracht erahnen
Panorama in die Südwestfinnische Insellandschaft
Friedliche Schwäne auf der Ostsee
Mondaufgang im Schärenmeer auf dem Weg nach Schweden
Sonnenaufgang 2 Stunden vor der Ankunft in Stockholm
Blick von Stockholms Rathausplatz über Gamla Stan nach Södermalm
Strandvägen-Boulevard
Die 1628 auf ihrer Jungfernfahrt gesunkene Vasa wurde erst 1961 geborgen
Das Wetter spielt verrückt und zeigt im Kungsträdgården Kirschbäume unter fallendem Schnee
Blick vom Ivar Los-Park über Stockholm
Stockholms Skyline in wechselhaftem Aprilwetter
Kleine Fährboote zählen in Stockholm zum regulären Nahverkehr
Sonnenspiegelungen auf der M/S Amorella zurück nach Finnland
Gamla Stan im Sonnenuntergang
Er schon wieder...
Tallinns Alexander-Newski-Kathedrale in morgendlichem Nebel
Auch mittags wollte sich der Nebel über der Altstadt nicht verziehen...
...um ungelogen lediglich 20 Minuten später Tallinns Zauber zu offenbaren
Früher war natürlich alles besser!
Blick von St. Olaf's Kirchturm landeinwärts
Julius 52 Meter über Tallinn
Rückblick von der M/S Viking XPRS auf Tallinn (und Möwe)
Unser 12 Tage langer Städtetrip in Nordost-Europa mit der Familie drohte komplett ins Wasser zu fallen und keine erholsame Auszeit vom Studienalltag zu werden: Mit Fährbooten quer durchs Baltische Meer reisen und in 4 Ländern 5 Städte abgrasen bei einer Wettervorhersage von Regen, Kälte, Schnee und Sturm über den kompletten Zeitraum für jedes einzelne Ziel. Doch bereits auf der ersten Station unserer Ostsee-Cruise, St. Petersburg, sollte sich zeigen, dass die Bedenken unbegründet waren.
Von 12. bis 16. April machten wir uns mit Timetravels und über 200 Austauschstudenten von Helsinki aus mit der M/S Princess Anastasia der St. Peter Line auf den Weg über die Ostsee nach St. Petersburg. Für die Einreise über den Seeweg aus Finnland gibt es eine Sonderregelung nach der man ohne ein Visum beantragen zu müssen Russland 72 Stunden lang besuchen darf. Dies haben wir uns zunutze gemacht um das Weltkulturerbe der nördlichsten Millionenstadt der Welt zu erkunden.
Zwischen zwei Nächten auf dem Schiff und drei Nächten in einem Hotel mitten in der Innenstadt war also genug Zeit um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des nordöstlichen Venedigs zu besuchen. Bei der Ankunft herrschte grausames Wetter bei starkem Schneefall und extremem Wind. Am nächsten Morgen jedoch war pünktlich zur Tour des Katharinenpalastes traumhaftes Wetter. Dies sollte auch die restlichen Tage anhalten – was bei jährlich 62 Sonnentagen durchaus außergewöhnlich ist!
Dementsprechend verbrachten wir eine großartige Zeit in der russischen Weltstadt und konnten unvergessliche Eindrücke von verschiedenen orthodoxen Kathedralen, der Peter & Paul Festung, des Hermitage-Museums samt einer Ballettvorstellung im Hermitage-Theater, einer U-Bahn-Tour und dem Stadtleben an Fluss und Meer sammeln. Die dritte, schneereiche Nacht hat diese Erfahrung nach den sonnigen Tagen schließlich eher bereichert als gestört. Trotz der sicherlich reserviert abweisenden Russen ist die Stadt als solche ungemein sehenswert und sollte definitiv auf jede Reiseliste aufgenommen werden!
Der Catharine Palace in Puschkin bei strahlender Sonne
Der Palast protzt mit dutzenden, beeindruckend gestalteten Räumen
Jeder Raum ist auf seine Art einzigartig
Im Park vorm Palast liegt frischer Schnee vom Vortag
Catherine's Palace weiß auch von außen zu beeindrucken
Die Church of the Savior on Spilled Blood wirkt erst bei Nacht vollständig
Sie weiß jedoch auch bei Tagessonne zu überzeugen
Im Inneren wurde jeder Fleck der Wände, Kuppeln und Säulen mit Mosaiken besetzt
Der Palace Square vor dem weltberühmten Hermitage Museum
Der Winter Palace ist das Hauptgebäude des Museums
Im Winter Palace ist ebenfalls der Reichtum alter Zeiten erkennbar
Viele Räume erstrahlen komplett in Gold
Die Kunstausstellungen des Hermitage sind dabei nicht weniger bewundernswert
Unzählige schlichte Kronleuchter sind im gesamten Museum zu finden
Oft jedoch übertrifft die Architektur des Museums die eigentlichen Ausstellungsstücke
In der St. Nicholas Naval Cathedral konnten wir einem Gottesdienst beiwohnen
Das beschauliche Theater des Hermitage war abends Bühne für das Schwanensee-Ballett
Trotz großer Skepsis war das Ballett und insbesondere das Orchester wirklich genial
Nach der Vorstellung herrschte draußen reges Schneetreiben
In voller Pracht ausgeleuchteter Winter Palace im Schneesturm
Das Hermitage spiegelt sich im Newa
Auch die Palace Bridge ist bei Nacht ein toller Anblick
Panoramaaussicht an St. Petersburg's Fluss Newa
Ich im Schneetreiben vor der Saint Isaac's Cathedral
Ohne mich ist sie aber noch ein bisschen majestätischer
Auch sie entfaltet die wahre Wirkung erst im Inneren
Blick gerade nach oben in die zentrale Kuppel
Auf der Metrolinie 1 sind die U-Bahnhöfe extrem aufwändig und unterschiedlich in Jugendstil gestaltet